Detailbeschreibung
Der Tarlant Argilité 2015 Brut Nature gärt nicht im Holz, sondern im Ton: Chardonnay und Meunier aus der Lage Notre Dame in Celles-lès-Condé, spontan vergoren in georgischen Qvevri, die neben dem Keller in der Erde vergraben sind. Ohne Malo, ohne Dosage, 900 Flaschen.
Im Glas
Goldgelb, feine Perlage. Steinobst, Quitte und Zitronenschale, dazu wilde Kräuter, Blüten, etwas Erde und ein Hauch Rauch. Im Mund dicht und zugleich straff: Die Reife von 2015 und die Apfelsäure ohne Malo halten sich die Waage, die Amphore gibt eine fast körnige Textur – ohne jede Holznote. Kreidig, salzig und lang.
Mach was draus
Austern, rohe Jakobsmuscheln, Seeigel, Sashimi oder Ceviche. Auch Steinbutt mit Kräutern, Kalbstatar oder gereifter Ziegenkäse. Er braucht Salz und Jod auf dem Teller, keine Süße. Servier ihn bei 10 bis 12 °C.
Janus empfiehlt
„Großes Weißweinglas und etwas Geduld. Mit jeder Minute wird die Textur aus der Amphore deutlicher.“
Kurz gefragt
Was bringt die Amphore? Der Ton lässt minimal Sauerstoff durch, gibt aber anders als Holz keinen Geschmack ab. Übrig bleiben Frucht, Kalk und eine eigene, körnige Textur.
Wie lange lag er auf der Hefe? Gefüllt im Juli 2016, fünf Jahre auf der Hefe, degorgiert im Juli 2021. Trinkfenster bis 2034.
Chardonnay 50 %, Meunier 50 % · Lieu-dit Notre Dame, Celles-lès-Condé, Lutetium-Kalk, gepflanzt 1987 · Jahrgang 2015 · Spontangärung in Qvevri, 10 Monate auf der Feinhefe, ohne Malo · 5 Jahre Hefelager, degorgiert Juli 2021 · Brut Nature, 0 g/l · 900 Flaschen · Champagne Tarlant, Oeuilly · Stand: Oktober 2026