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Produktinformationen "Champagne Girard-Bonnet Recueil Extrait N° 3 Rosé Extra Brut"

Rosé-Champagner · Coteaux Sud d'Épernay · Meunier

100 % Meunier Sélection massale 1969 Morangis Extra Brut, 2,5 g/l  ungeschönt, unfiltriert

Recueil Extrait N°3 Rosé ist der erste Rosé von Paul Girard – und wie alle Cuvées der Reihe Recueil eine einmalige Abfüllung, die nicht wiederholt wird. Statt sich zwischen den beiden gängigen Rosé-Verfahren der Champagne zu entscheiden, kombiniert er sie: mazerierter Meunier trifft auf weiß gekelterten Meunier derselben Parzelle. Herkunft ist zu 100 % Morangis, eine Sélection massale aus dem Jahr 1969.


Morangis – Meunier auf braunem Kalk über Mergel

Morangis liegt südwestlich von Épernay, in jenem Dorfgürtel, den die Champagne als Coteaux Sud d'Épernay führt. Das Gebiet ist geologisch ein Scharnier: Nach Osten hin schließt die Kreide der Côte des Blancs an, nach Westen gehen die Böden in Mergel, Sand und Ton der Vallée de la Marne über. Morangis selbst zählt zu den kleinsten Gemeinden der Zone – knapp 24 Hektar Rebfläche, eingestuft als Autre Cru mit 84 % der Échelle des Crus. Die Parzellen liegen östlich des Dorfs, ost- bis südostexponiert, und gehen ohne Bruch in die Hänge von Mancy und Moslins über. Gut vier von zehn Rebzeilen sind hier mit Meunier bestockt.

Der Boden der Parzelle ist ein brauner Kalkverwitterungsboden über Mergel. Diese Schichtung erklärt viel am Wein: Der Kalkanteil im Oberboden liefert Zug und eine feine salzige Kante, der Mergel darunter hält Wasser und trägt die Reben durch trockene Sommer, ohne dass die Trauben in die Überreife laufen. Meunier, sonst gern als weiches Fruchtelement im Verschnitt benutzt, bekommt auf diesem Untergrund Kontur statt nur Rundung. Die Reben stammen aus einer Sélection massale von 1969 – Pflanzmaterial aus dem eigenen Bestand, nicht aus dem Klonkatalog, mit entsprechend heterogener Beerengröße und kleineren Erträgen.

Recueil – eine Serie, die sich nicht wiederholt

Die Reihe Recueil ist Paul Girards Versuchsfeld. Jede Cuvée entsteht genau einmal, in kleiner Menge, um eine einzelne Frage zu klären – bei Extrait N°1 und N°2 war das die Kreide des Mesnil-sur-Oger und der Einfluss der Exposition, bei N°3 die Frage, wie ein Rosé im Haus aussehen soll. Es ist die erste Rosé-Abfüllung der Domaine überhaupt.

Der Betrieb im Le Mesnil-sur-Oger geht auf zwei Winzerfamilien zurück, die seit den 1900er-Jahren getrennte Wege gingen: Girard als Récoltant-Coopérateur im Mesnil, Bonnet als Récoltant-Manipulant in Oger. Paul Girard, Sohn von Philippe Girard und Dominique Bonnet, hat beide Vignoble zusammengeführt und daraus zwölf Hektar unter eigenem Namen gemacht. Herbizide sind seit den 2000er-Jahren aus dem Betrieb verschwunden, seit 2023 ist das Weingut Demeter-zertifiziert. Dégorgiert wurde diese Cuvée am 6. November 2025.

Assemblage und Ausbau – Mazeration trifft Blanc de Meunier

In der Champagne führen zwei Wege zum Rosé. Der Rosé d'assemblage entsteht durch Zugabe von Rotwein zum Grundwein und ist präzise steuerbar; der Rosé de macération zieht seine Farbe und Frucht aus der Standzeit auf den Schalen, ist dafür aber jahrgangsabhängiger. Girard wollte beides und hat entsprechend gearbeitet: Ein Teil der Ernte wurde als Rosé de macération vergoren, der größere Teil weiß gekeltert als Blanc de Meunier. Aus der Verschneidung beider Komponenten kommt die Frucht der Mazeration mit der Balance des Assemblage-Verfahrens.

Die Vinifikation lief im Holzfass und im Edelstahl, gefolgt von rund zehn Monaten auf der Feinhefe. Vor der Füllung passiert der Wein weder Schönung noch Filtration; stabilisiert wird über natürliche Kälte. Nach der zweiten Gärung in der Flasche und dem Dégorgement im November 2025 liegt die Dosage bei 2,5 g/l – Extra Brut, gerade genug, um die Kante zu glätten, ohne die Frucht zuzudecken.

Im Glas

Blasses Lachsrosa mit kupfrigem Rand, feinperlige Mousse. In der Nase rote Johannisbeere und Walderdbeere, dahinter Blutorangenzeste und die pfeffrige Würze, die reifer Meunier auf Kalkböden häufig mitbringt; der Fassanteil zeigt sich als Textur, nicht als Aroma. Am Gaumen zieht der Wein zunächst über die Frucht, bekommt dann durch den Mergel-Kalk-Untergrund Länge und eine trocken-salzige Linie. Der Mazerationsanteil ist als leichter Griff im Mittelbau spürbar, ohne Adstringenz. Das Finale bleibt bei 2,5 g/l knochentrocken, mit Zitrusschale und Kreidenote.

Ein Rosé, der die Frucht des Meunier nutzt, aber sie nicht als Argument einsetzt.

Am Tisch

Der Erzeuger sieht die Cuvée als Aperitif-Champagner, und dafür ist sie bei 8 bis 10 °C ideal. Am Tisch trägt sie mehr, als der Ansatz vermuten lässt: gebeizter Lachs, Thunfisch-Tataki, Vitello tonnato, Geflügelterrine mit Preiselbeere. Zu Charcuterie und mittelalten Bergkäsen funktioniert die trockene, würzige Anlage besser als bei den meisten dosierten Rosés. Kein Sektglas, sondern ein schlankes Weißweinglas verwenden.


Lage: Morangis, Coteaux Sud d'Épernay – Sélection massale 1969, brauner Kalk über Mergel
Klassifikation: Champagne AOC, Autre Cru (84 %) · Extra Brut, 2,5 g/l · Récoltant-Manipulant
Ausbau: Rosé de macération und Blanc de Meunier, Holzfass und Edelstahl, rund zehn Monate auf der Feinhefe; ohne Schönung und Filtration gefüllt, natürliche Kältestabilisierung; Dégorgement 06.11.2025
Alkoholgehalt: 12,5
Art: Rosé, Schaumwein
Ausbau: extra herb
Land: Frankreich
Rebsorten: Pinot Meunier
Region: Champagne
Restzucker: 2,5 g/l

Champagne Girard-Bonnet

Girard-Bonnet aus Le Mesnil-sur-Oger ist eines der spannendsten jungen Häuser der Côte des Blancs. Paul Girard verbindet die Weinberge zweier Winzerfamilien und macht daraus Blanc de Blancs, die nach Kreide, Salz und viel Präzision schmecken.


Das Haus

Seit etwa 1900 bauen die Familien Girard und Bonnet Wein in der Champagne an. Die Girards lieferten ihre Trauben an die Genossenschaft, die Bonnets füllten in Oger selbst ab – als F. Bonnet Père et Fils, in guten Jahren mit 140.000 Flaschen, bis 1988 Schluss war und die Parzellen verpachtet wurden. Pauls Eltern sind Philippe Girard (Le Mesnil) und Dominique Bonnet (Oger). Nach seiner Ausbildung in Avize und Bordeaux kam er 2018 zurück, führte beide Seiten zusammen und gründete Girard-Bonnet.

Der Stil im Glas

Zum Gut gehören rund zwölf Hektar, ausschließlich Chardonnay: verteilt auf die beiden Grand Crus Oger und Le Mesnil und den Premier Cru Vertus. Herbizide sind seit 2000 tabu, zwischen den Reben wächst Gründüngung, dazu kommen Kompost und Pflanzenpräparate. Im Keller wird jede Lage für sich vergoren, mit wilden Hefen, in Stahl, alten Fässern oder Amphoren. Gut zehn Monate liegen die Weine auf der Feinhefe, dann gehen sie ohne Filter und Schönung in die Flasche.

Unsere Auswahl

A Mi-Chemin ist der Einstieg: halb Le Mesnil, halb Oger. Mon Village ist die Liebeserklärung an Le Mesnil, mit einer fortlaufenden Reserve aus dem Holzfass. Au Bout du Chemin kommt aus dem Premier Cru im Süden der Côte, und Les Mussettes 2020 zeigt eine einzige alte Lage in Le Mesnil.

Janus FenskeJanus über Girard-Bonnet

„Girard-Bonnet ist für mich die Côte des Blancs in jung und wild. Diese Champagner haben Salz und Spannung – genau richtig zu Austern.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Wer steckt hinter Girard-Bonnet? Paul Girard, Jahrgang 1995. Er hat die Weinberge seines Vaters in Le Mesnil und seiner Mutter in Oger zusammengeführt.

Was ist das Besondere an Le Mesnil? Die Kreide liegt hier dicht unter der Oberfläche. Das gibt den Champagnern viel Säure, Salz und ein langes Leben.

Champagne · Côte des Blancs · Le Mesnil-sur-Oger · Haus gegründet 2018 · ca. 12 ha · Grand Cru Le Mesnil und Oger, Premier Cru Vertus · 100 % Chardonnay · ohne Herbizide seit 2000 · Wildhefen, Stahl, Holz, Amphore · unfiltriert, ungeschönt


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Detailbeschreibung

Rosé-Champagner · Coteaux Sud d'Épernay · Meunier

100 % Meunier Sélection massale 1969 Morangis Extra Brut, 2,5 g/l  ungeschönt, unfiltriert

Recueil Extrait N°3 Rosé ist der erste Rosé von Paul Girard – und wie alle Cuvées der Reihe Recueil eine einmalige Abfüllung, die nicht wiederholt wird. Statt sich zwischen den beiden gängigen Rosé-Verfahren der Champagne zu entscheiden, kombiniert er sie: mazerierter Meunier trifft auf weiß gekelterten Meunier derselben Parzelle. Herkunft ist zu 100 % Morangis, eine Sélection massale aus dem Jahr 1969.


Morangis – Meunier auf braunem Kalk über Mergel

Morangis liegt südwestlich von Épernay, in jenem Dorfgürtel, den die Champagne als Coteaux Sud d'Épernay führt. Das Gebiet ist geologisch ein Scharnier: Nach Osten hin schließt die Kreide der Côte des Blancs an, nach Westen gehen die Böden in Mergel, Sand und Ton der Vallée de la Marne über. Morangis selbst zählt zu den kleinsten Gemeinden der Zone – knapp 24 Hektar Rebfläche, eingestuft als Autre Cru mit 84 % der Échelle des Crus. Die Parzellen liegen östlich des Dorfs, ost- bis südostexponiert, und gehen ohne Bruch in die Hänge von Mancy und Moslins über. Gut vier von zehn Rebzeilen sind hier mit Meunier bestockt.

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Recueil – eine Serie, die sich nicht wiederholt

Die Reihe Recueil ist Paul Girards Versuchsfeld. Jede Cuvée entsteht genau einmal, in kleiner Menge, um eine einzelne Frage zu klären – bei Extrait N°1 und N°2 war das die Kreide des Mesnil-sur-Oger und der Einfluss der Exposition, bei N°3 die Frage, wie ein Rosé im Haus aussehen soll. Es ist die erste Rosé-Abfüllung der Domaine überhaupt.

Der Betrieb im Le Mesnil-sur-Oger geht auf zwei Winzerfamilien zurück, die seit den 1900er-Jahren getrennte Wege gingen: Girard als Récoltant-Coopérateur im Mesnil, Bonnet als Récoltant-Manipulant in Oger. Paul Girard, Sohn von Philippe Girard und Dominique Bonnet, hat beide Vignoble zusammengeführt und daraus zwölf Hektar unter eigenem Namen gemacht. Herbizide sind seit den 2000er-Jahren aus dem Betrieb verschwunden, seit 2023 ist das Weingut Demeter-zertifiziert. Dégorgiert wurde diese Cuvée am 6. November 2025.

Assemblage und Ausbau – Mazeration trifft Blanc de Meunier

In der Champagne führen zwei Wege zum Rosé. Der Rosé d'assemblage entsteht durch Zugabe von Rotwein zum Grundwein und ist präzise steuerbar; der Rosé de macération zieht seine Farbe und Frucht aus der Standzeit auf den Schalen, ist dafür aber jahrgangsabhängiger. Girard wollte beides und hat entsprechend gearbeitet: Ein Teil der Ernte wurde als Rosé de macération vergoren, der größere Teil weiß gekeltert als Blanc de Meunier. Aus der Verschneidung beider Komponenten kommt die Frucht der Mazeration mit der Balance des Assemblage-Verfahrens.

Die Vinifikation lief im Holzfass und im Edelstahl, gefolgt von rund zehn Monaten auf der Feinhefe. Vor der Füllung passiert der Wein weder Schönung noch Filtration; stabilisiert wird über natürliche Kälte. Nach der zweiten Gärung in der Flasche und dem Dégorgement im November 2025 liegt die Dosage bei 2,5 g/l – Extra Brut, gerade genug, um die Kante zu glätten, ohne die Frucht zuzudecken.

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Am Tisch

Der Erzeuger sieht die Cuvée als Aperitif-Champagner, und dafür ist sie bei 8 bis 10 °C ideal. Am Tisch trägt sie mehr, als der Ansatz vermuten lässt: gebeizter Lachs, Thunfisch-Tataki, Vitello tonnato, Geflügelterrine mit Preiselbeere. Zu Charcuterie und mittelalten Bergkäsen funktioniert die trockene, würzige Anlage besser als bei den meisten dosierten Rosés. Kein Sektglas, sondern ein schlankes Weißweinglas verwenden.


Lage: Morangis, Coteaux Sud d'Épernay – Sélection massale 1969, brauner Kalk über Mergel
Klassifikation: Champagne AOC, Autre Cru (84 %) · Extra Brut, 2,5 g/l · Récoltant-Manipulant
Ausbau: Rosé de macération und Blanc de Meunier, Holzfass und Edelstahl, rund zehn Monate auf der Feinhefe; ohne Schönung und Filtration gefüllt, natürliche Kältestabilisierung; Dégorgement 06.11.2025

ZumWinzer

Champagne Girard-Bonnet

Champagne Girard-Bonnet

Girard-Bonnet aus Le Mesnil-sur-Oger ist eines der spannendsten jungen Häuser der Côte des Blancs. Paul Girard verbindet die Weinberge zweier Winzerfamilien und macht daraus Blanc de Blancs, die nach Kreide, Salz und viel Präzision schmecken.

Steckbrief

Artikelnr.
SW12814
Land
Frankreich
Region
Champagne
Art
Rosé, Schaumwein
Ausbau
extra herb
Rebsorten
Pinot Meunier
Alkoholgehalt
12,5% vol
Restzucker
2,5 g/l
Inhaltsangaben

enthält Sulfite

ZurRebsorte

Rebsorte

Pinot Meunier

Pinot Meunier Wein kaufen heißt, die unterschätzte Traube der Champagne zu kaufen. Mit rund einem Drittel der Rebfläche ist sie dort neben Pinot Noir und Chardonnay eine der drei Hauptsorten, besonders im Vallée de la Marne. Der Name kommt vom französischen meunier, Müller, weil die Blattunterseite weiß behaart ist, als läge Mehl darauf. Meunier treibt spät aus, reift früh und kommt deshalb mit den Frühjahrsfrösten im Marnetal gut zurecht. Er gibt Champagner Frucht und Rundheit.

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Rebsorte

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Meunier ist die dritte große Rebsorte der Champagne. Er bringt Rundheit, saftige Frucht und Charme ins Glas. Hier findest du alle Schaumweine mit Meunier – von der klassischen Cuvée bis zum reinsortigen Meunier-Champagner, dazu Sekte mit Schwarzriesling.

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Champagne Girard-Bonnet Recueil Extrait N° 3 Rosé Extra Brut

75,00 €

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